Shaping the future of animal health
Deutschland

Sekundäre Immunantwort

Mit der Impfung werden Antigene eines Erregers in das Tier gebracht. Bei Hund und Katze erfolgt die Impfung am häufigsten durch eine Injektion unter die Haut, aber auch eine Verabreichung über die Schleimhaut, wie bei der intranasalen Impfung, ist möglich.

Damit die Impfung die gewünschte Wirkung zeigt, muss das Antigen vom Immunsystem erkannt und durch spezielle Zellen (v.a. Dendritische Zellen) aufgenommen werden.

Haben die Zellen das Antigen aufgenommen, wandeln sie sich zu sogenannten Antigenpräsentierenden Zellen um und wandern mit dem Antigen zu dem nächstgelegenen regionalen Lymphknoten. Dort wird das Antigenmaterial den Lymphzellen präsentiert, die sich daraufhin teilen und zu spezifischen Zellen differenzieren oder Antikörper bilden.

Ein Teil dieser spezialisierten Zellen sind sogenannte Gedächtniszellen, die eine wichtige Aufgabe bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger haben. In diesem Fall kommt es durch die Gedächtniszellen zu einer sekundären Immunantwort, die sehr viel schneller, stärker und sofort auf den Erreger abgestimmt abläuft. Diesen Vorteil des Immunsystems im Wettrennen um die Zeit gegen den Erreger macht man sich bei der Impfung zu Nutze, indem der Erstkontakt des Immunsystems mit einem Erreger bei der Impfung stattfindet, die sekundäre Immunantwort dann im Ernstfall bei einer natürlichen Infektion.