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Deutschland

Staupe - eine gefürchtete Erkrankung mit vielen Gesichtern

Die Staupe wird durch ein Virus verursacht, das mit dem menschlichen Masernvirus verwandt ist. Die Ansteckung erfolgt meist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder der Kleidung. Eine Infektion durch Kontakt mit Wildtieren (z. B. Marder oder Fuchs) ist selten, aber möglich.
Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber sowie oft mit Augen- und Nasenausfluss. Nach dem unterschiedlichen Vermehrungsort der Viren unterscheidet man drei Hauptverlaufsformen, die ineinander übergehen können. Bei der Darmstaupe leiden Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen. Bei der Lungenform werden hauptsächlich Husten, Nasenausfluss und Lungenentzündungen beobachtet. Die Nervenstaupe ist durch Krämpfe und Lähmungen charakterisiert, die durch eine Entzündung des Zentralnervensystems entstehen. Kleinere Epidemien, v. a. in den Großstädten weisen darauf hin, dass deutlich weniger als 70 % der Hunde einen Impfschutz haben und die Schutzrate sich damit an der Grenze der Belastbarkeit befindet, weswegen ein guter Impfschutz besonders wichtig ist.*

*Quelle: Impfleitlinien der ständigen Impfkommission