Shaping the future of animal health
Deutschland

Warum eine Kastration?

Es gibt viele Gründe, warum eine Kastration in Erwägung zu ziehen ist:

  • Gesundheitliche Gründe, z.B. Prostataerkrankungen
  • Verhinderung einer unerwünschten Fortpflanzung, insbesondere wenn Rüde und Hündin in einem Haushalt leben
  • Verhaltensprobleme, z.B. übersteigerter Sexualtrieb, Markieren, Streunen

Bislang war ein chirurgischer Eingriff der einzige langfristige Lösungsansatz.

Ihr Tierarzt setzt, ähnlich wie beim Mikrochip, ein etwa 2,3 x 12 mm großes Implantat zwischen die Schulterblätter.

Nach der Implantation wird konstant ein Wirkstoff freigesetzt, der etwa 6 Monate lang verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die zur Entstehung von Testosteron und anderen Geschlechtshormonen notwendig sind. Somit sinken nach etwa 2 bis 3 Wochen diese Hormonwerte auf ein Basalniveau wie nach einer chirurgischen Kastration.

Bis der Rüde unfruchtbar ist, dauert es etwa 6 Wochen, da das bereits gebildete Sperma im Nebenhoden gespeichert und über diesen Zeitraum noch befruchtungsfähig ist.

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Nutzen einer nicht-chirurgischen, reversiblen Kastration

Im Hinblick auf

Fortpflanzungsfähigkeit: Der Rüde ist über einen begrenzten Zeitraum nicht mehr fruchtbar. Er kann aber, wenn gewünscht, nach Ende der Wirkdauer wieder erfolgreich decken.

Gesundheit: Erkrankungen, die unter dem Einfluss von Testosteron stehen, können positiv beeinflusst werden. Dies gilt beispielsweise für die Gutartige Vergrößerung der Prostata, unter der mehr als 80 % der unkastrierten Rüden, die älter als fünf Jahre sind, leiden.

Verhaltensprobleme: Nicht alle Verhaltensprobleme sind testosteronbedingt. Mit dem Ausschalten von Testosteron können Sie sehen, inwieweit sich eine Kastration positiv auswirkt. Bitte denken Sie aber daran, dass es häufig einige Wochen dauern kann, bis sich eine Verhaltensänderung einstellt.


Sie müssen keine endgültige Entscheidung treffen, sondern können in Ruhe überlegen, ob die Kastration Ihres Hundes die richtige Entscheidung ist.

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Wichtig:

Nicht immer werden Verhaltensprobleme durch Testosteron verursacht. Auch bei Prostataerkrankungen ist meist eine zusätzliche Behandlung notwendig. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Tierarzt. Er wird Ihnen eine auf Ihren Hund optimal abgestimmte Therapie empfehlen.

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