Shaping the future of animal health
Deutschland

Zweimal jährlich behandeln


Pferde-Bandwürmer heften sich mit vier Saugnäpfen an die Darmwand der Pferde. Dadurch können dort schwere Entzündungen entstehen. Bandwurmbefall kann sich in Abmagerung, Verdauungsstörungen und schlechtem Fell äußern. Am gefährlichsten ist jedoch das Risiko für schwere, oftmals tödliche Koliken durch die starke Schwellung der Darmschleimhaut im Anheftungsbereich der Bandwürmer. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass fast jedes dritte Pferd in Deutschland mit Bandwürmern belastet ist – unabhängig vom Alter. Bandwürmer werden durch einen Zwischenwirt übertragen: die Moosmilbe. Sie nimmt die über den Pferdekot aus dem Darm ausgeschiedenen Bandwurm-Eier auf. In der Moosmilbe entwickelt sich ein ansteckungsfähiges Zwischenstadium. Dieses sogenannte Zystizerkoid gelangt in das Pferd, wenn es beim Grasen Moosmilben verschluckt. Im Pferdedarm entsteht aus dem Zystizerkoid wieder ein erwachsener Bandwurm. Moosmilben kommen auf fast allen Weiden vor und sind nicht zu bekämpfen. Weil die Moosmilben als Zwischenwirte dafür sorgen, dass eine Weide flächendeckend für Pferde infektiös ist, sollten immer alle Tiere eines Bestandes gegen den Bandwurm behandelt werden.

In Kotproben sind Bandwurm-Eier nur schwer nachzuweisen. Denn fast zwei Drittel aller Kotproben sind „falsch-negativ”. Das heißt: Obwohl der Tierarzt bei der Kotuntersuchung keine Bandwurm-Eier findet, kann das Pferd dennoch hochgradig verwurmt sein.

Bandwurmbefall.png

Um ganz sicherzugehen, empfiehlt es sich für den Pferdehalter, mindestens zweimal im Jahr auch Bandwürmer zu bekämpfen. Wenn in nur einem Pferd einer Gruppe Bandwürmer nachgewiesen werden, sollten alle Tiere dagegen behandelt werden.

Der Entwicklungszyklus von Bandwürmern

Der Entwicklungszyklus von Bandwürmern.png