Shaping the future of animal health
Deutschland

Kurze Behandlungs-Intervalle


Junge Pferde und Fohlen sind besonders empfänglich für Parasiten. Sie leiden daher noch stärker als erwachsene Pferde unter einer hohen Wurmbürde. Werden sie zu selten entwurmt, sind die Schäden besonders schwer. Daher gelten für diese Tiere kürzere Behandlungsintervalle als für erwachsene Pferde. Darüber hinaus gibt es speziell bei jungen Pferden gehäuft auftretende Parasiten.
 

  • Zwergfadenwürmer (Strongyloides westeri)
    infizieren neugeborene Fohlen bereits aus infektiösen Larven über die Stutenmilch oder aus der Umgebung (Boden, Einstreu, Kot). Sie können sich bei Fohlen massenhaft vermehren und zu Durchfällen führen. Diese treten ab der zweiten Woche nach der Geburt auf. Daher ist es sinnvoll, bereits die Stute kurz vor der erwarteten Geburt gegen Zwergfadenwürmer zu behandeln. Vergisst man diese Maßnahme, kann das Fohlen selbst zu Beginn der zweiten Lebenswoche behandelt werden.
     
  • Spulwürmer (Parascaris equorum)
    plagen alle Jungpferde und schädigen sie zweifach: Wandernde Larven zerstören Leber- und Lungengewebe. Erwachsene Würmer sind sehr groß und können den Darm durch ihre Masse bei starker Infektion verstopfen. Es kommt zum Darmverschluss mit schwerster, oft tödlich verlaufender Kolik. Auch die Schäden durch Darmentzündung und Nährstoffentzug können erheblich sein. Fohlen und Jungpferde bis zum Ende des zweiten Lebensjahres sollten alle sechs bis acht Wochen entwurmt werden. Danach kann man, bei hygienischen Haltungsbedingungen, auf den Rhythmus für erwachsene Pferde übergehen.

Spulwürmer sind besonders problematisch für junge Pferde während der ersten ein bis zwei Lebensjahre. Bei ganz jungen Fohlen können Zwergfadenwürmer starke Durchfälle auslösen. Optimal ist eine Behandlung der tragenden Mutterstute kurz vor der Geburt.