Shaping the future of animal health
Deutschland

Immer wieder: Palisadenwürmer

Man unterscheidet Große und Kleine Palisadenwürmer (Große und Kleine Strongyliden). Palisadenwürmer (auch Blutwürmer genannt) entwickeln sich in einem mehrstufigen Zyklus:

Erwachsene Würmer im Darm produzieren Eier. Diese gelangen mit dem Kot in die Außenwelt. Dort schlüpfen daraus Larven. Die Erstlarven wachsen in den bodennahen Grasbereichen zu Zweit- und schließlich zu Drittlarven heran. Die infektiösen Drittlarven wandern aus dem Kot großflächig aus, kriechen auf die Grasspitzen und werden dort vom Pferd aufgenommen. Sie entwickeln sich im Körper zum vierten und fünften Larvenstadium und dann schließlich im Darm zum erwachsenen Wurm. Während der Entwicklungszeit wandern die Larven der Großen Palisadenwürmer durch die inneren Organe des Pferdes. Auf diesem Weg richten sie schwere Schäden an.

Typische Folgen sind innere Blutungen, Fieber und Blutbildveränderungen. In der Wand der Blutgefäße des Dickdarms können die Fraßschäden wandernder Larven Thrombosen (Gefäßverschlüsse) bewirken. Diese lösen nicht selten über eine Infarktbildung schwere, tödliche Darmkoliken aus. Die Larven der Kleinen Palisadenwürmer verkapseln sich zeitweise in der Darmwand. Beim Schlüpfen dieser verkapselten Larven können – vor allem im Winterhalbjahr – Durchfälle entstehen, meist bei jungen Pferden. Erwachsene Palisadenwürmer schädigen das Pferd durch Appetitverlust, Abmagerung, Blutarmut, Durchfall und allgemeine Schwäche.

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Die beste Prophylaxe gegen verkapselte Larven kleiner Palisadenwürmer ist eine ganzjährige konsequente Parasitenbekämpfung, die besonders im Sommer und Herbst nicht unterbrochen werden darf.
 

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