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Deutschland

 SD Uniferon

Bei Eisenmangel reagieren

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www.uniferon.com

Die Eisengabe an neugeborene Ferkel ist heute Standard. Dennoch kann es speziell im Flatdeck zu Mangelsituationen kommen, wie aktuelle Studien aus Praxisbetrieben zeigen. Ein Hämoglobincheck im Stall gibt schnell Aufschluss.

  • Trotz Eisengabe an die neugeborenen Ferkel kann es nach dem Absetzen besonders in Hochleistungsherden zu Mangelsituationen kommen.
  • Diese verlaufen meist latent, führen aber zu Leistungseinbußen und beeinträchtigen die Immunabwehr.
  • Mithilfe eines Hämoglobin-Schnelltests im Stall lässt sich der Eisenstatus der Ferkel einfach ermitteln.
  • Eine zweite Eisengabe um den 20. Lebenstag kann die Versorgungslücke nach dem Absetzen schließen.

Wir stellen in unserer tierärztlichen Betreuungspraxis in Dänemark vermehrt fest, dass dem Erkennen und Behandeln der Eisenmangelanämie beim Ferkel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Sauenhalter haben dieses Thema einfach nicht im Fokus, weil sie dem Irrtum erliegen, dass die anfängliche Injektion von 200 mg Eisen-Dextran innerhalb der ersten drei Lebens tage das Risiko einer Anämie eleminiert. Die meisten Landwirte sind daher überrascht, wenn wir bei unseren Standard eingangsuntersuchungen in ihren Herden zum Teil erheblichen Eisenmangel bei den Ferkeln feststellen. Die frühzeitige Versorgung der Ferkel mit Eisen gehört zu den „traditionellsten“ Maßnahmen im Abferkelstall. Obwohl in der Vergangenheit immer wieder neue Applikationswege und Alternativen zur üblichen Injektion von Eisenpräparaten gesucht und propagiert wurden, hat sich die Injektionsbehandlung mit 200 mg Eisen(III)-Dextran-Verbindungen innerhalb der ersten vier Lebenstage durchgesetzt. Sie hat sich nicht nur als kosten- und arbeitstechnisch günstigste Applikationsform erwiesen, sondern auch als tierindividuell sicherste Art und Weise der Eisenbereitstellung für die wachsenden Ferkel.