Shaping the future of animal health
Deutschland

Eisenmangel aufspüren

Das Pharmaunternehmen vertreibt nach eigenen Angaben über die praktizierenden Tierärzte ein neues Hämoglobin-Schnelltestsystem für den Stall. Mit dem „HemoCue Hb 201 +" können laut Virbac innerhalb von 15 bis 20 Sekunden sehr verlässlich die Hämoglobinkonzentrationen in einem Ferkelblutstropfen nach Anritzen der Ohrvene bestimmt werden. Hintergrund für das „neue" Interesse am Eisenmangel-Management seien aktuelle Ergebnisse internationaler Studien, wonach Hochleistungsgenetiken mit großen Würfen und frohwüchsigen Ferkeln je nach Betriebssituation zu sehr unterschiedlichen Eisenmangelsituationen speziell auf dem Flatdeck führten. Die bereits vielerorts geübte Praxis einer generellen zweiten Eiseninjektion zwischen dem 12. und 18. Lebenstag sorge zwar für ein rein rechnerisch ausreichendes Eisenangebot, komme aber manchmal bereits zu spät. Mit dem HemoCue Hb 201 +lässt sich jetzt laut Virbac einfach eine Erfolgskontrolle des betriebsindividuellen Eisenmanagelpents durchführen. Mit dem neuen Schnell tester lässt sich der Hämoglobinwert im Ferkelblut ermitteln. Die Hämoglobinwerte von Abferkeldurchgängen, einzelnen Würfen oder Absetzern erlaubten Interpretationen zum Applikationszeitpunkt, zur Wahl des richtigen Eisenpräparats oder auch zur Applikationstechnik. Mit diesen sofort verfügbaren Ergebnissen ließen sich zeitnah Maßnahmen einleiten, um die Eisenversorgung der Tiere zu optimieren. Denn die aktuellen Studien zeigten, dass nicht nur Hb-Werte unter 90 g/l, die eine klinisch relevante Anämie bedeuten, zu wirtschaftlichen Verlusten führten. Bereits Hb-Werte zwischen 90 und 110 g/l hätten eine höhere Krankheitsanfälligkeit, schlechtere Impferfolge oder ein Auseinanderwachsen der Gruppen zur Folge. Die Untersuchungen zeigen Virbac zufolge auch, dass um 10 g/l höhere Hb-Werte als der anzustrebende Hb-Wert von 110 g/l eine um 18 g höhere Tagesgewichtszunahme bedeuten.

Technische Informationen

Datenblatt HemoCue 201+HemoCue.PNG